Coaching - was passiert denn da?

Puppen, Bälle, Steinchen,... bin ich im Kindergarten?

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Werde ich dort irgendwohin gecoacht? Wie ist das mit dem Thema Gehirnwäsche? Wer ist ein typischer Coachingfall? Diese und viele andere Fragen, die sich rund um das Thema Coaching drehen werden hier kurz und knackíg beantwortet.

Puppen, Bälle, Steinchen,...bin ich im Kindergarten?


„Nur“ geredet wird oder wurde doch oft schon genug.
Um nicht direkt zu sagen, dass wir Dinge schnell zerreden und anschließend das Gefühl haben „Es bringt ja doch nichts“ oder „Die anderen verstehen mich eh nicht“.

Gerade dann ist ein Coaching mit dem „Figurenkabinett – den Puppen“ nützlich, um einmal eine andere Sichtweise zu erzeugen. Um sein „Problem“ einmal aus dem Kopf zu bekommen, wo es sich sowieso schon lange im Kreis dreht. Bei dieser Intervention* geht es um die Problem-Los-Lösung, darum, dass man klare Gedanken fassen kann.

Wie funktioniert das mit dem Figurenkabinett?
Die „Puppen“ werden dabei als Stellvertreter für Personen eingesetzt, die der Kunde im Zusammenhang mit seiner Problemstellung sieht. Die Zuordnung der betreffenden Personen, beispielsweise als eine „Hexe“ oder als ein „Vampir“, löst bereits starke Gefühle beim Kunden aus. Durch gezielte Fragen des Coachs befasst sich der Coachee intensiv mit der ausgesuchten Person. Er definiert unter anderem, was genau er mit einer Hexe verbindet. Vielleicht sagt er „Eine Hexe ist unfair und kalt“, vielleicht sagt er aber auch „Eine Hexe hat Feuer, sie bewegt etwas, sie weiß, was sie will“. Der Kunde erkennt, dass es sinnvoll ist, nicht die ganze Person direkt zu verurteilen, wenn ihn nur eine einzelne Eigenschaft oder ein Verhalten an dieser Person stört. Nützlich ist auch, herauszufinden, was denn das Gute an der verzwickten Situation ist?

Der Coachee erfährt bei dieser Aufstellungsarbeit, dass er nicht macht-los ist. Er selbst hat es in der Hand. Er kann durch Umstellen der einzelnen Figuren Veränderungen visuell bewirken, um gleichzeitig zu spüren, wie es ihm ginge, wenn diese von ihm selbst gestellte Lösung Wirklichkeit werden würde. Er erkennt, dass es nicht immer großer Schritte bedarf, um sinnvolle Veränderungen durchzuführen.

Ein Beispiel aus der Coaching-Praxis:

Bei Frau Maulwurf stehen private Veränderungen an. Sie möchte mit ihrem Lebensgefährten zusammenziehen. Oder lieber doch nicht?
Frau Maulwurf wird die Arbeit mit dem Figurenkabinett erklärt und sie beginnt, die Puppen aufzustellen. Zum einen sucht sie Stellvertreter für die Fürsprecher und zum anderen Stellvertreter für die Zweifel. Im Coaching sprechen wir dabei von „Persönlichkeitsanteilen*“ oder auch vom „inneren Team“.

So stellt Frau Maulwurf für ihre Ungeduld die Figur des „Sportlers“, für die Freude wählt sie die „Ente“. Als Nächstes kommt die Unsicherheit, diese wird durch die „Hexe“ dargestellt, und der „Mönch“ steht für den Wunsch nach Ruhe. Dann gibt es noch die Stimme der Freiheit, dafür wählt sie den „Merlin“, für einen wichtigen Ratgeber die Figur des „Einstein“, und für die Angst steht der „Vampir“.
Schon alleine durch die Aufstellungsarbeit wird Frau Maulwurf vieles bewusst. Sie befasst sich einmal auf ganz andere Art und Weise mit ihren Ängsten und auch ihren Wünschen.

Was ist dann die Aufgabe des Coach?
Gemeinsam mit dem Coach betrachtet Frau Maulwurf nun ihre Aufstellungsarbeit. Angeleitet durch lösungsorientierte Fragen schaut sie sich an, welche Blickrichtungen die einzelnen Figuren haben. Schauen sie in eine Richtung? Wendet sich jemand ab? Auch stehen die Stellvertreter auf verschieden hohen Holzständern. All dies hat Frau Maulwurf unbewusst gestellt.
Nun wird mithilfe von Fragen erarbeitet, welche Bedeutung das alles für ihre Ausgangssituation hat.

Weiterhin wird Frau Maulwurf angeleitet zu erkennen, welche Ressourcen die einzelnen Teammitglieder haben. Wofür ist es gut, dass sie da sind? Welche Ressourcen sind schon im Einsatz und welche Mitglieder brauchen noch etwas, um positiv agieren zu können? Frau Maulwurf findet heraus, welche Teammitglieder besonders wichtig für sie sind und stellt mit diesen Puppen zusammen ihr Wunsch-Ziel-Bild.

Handlungsfähigkeit wird wieder gespürt
Sie fühlt dabei, wie es ihr geht, und erkennt, ob das Bild passt oder was genau noch verändert werden muss. Dies alles geschieht mithilfe produktiver Fragen des Coachs. Am Ende der Sitzung hat Frau Maulwurf die für Sie passende Antwort gefunden. Sie nennt die Aufstellung „Mein Zuhause mit meinem Lebenspartner“. Es geht ihr gut.

 

Sie möchten tiefer in das Thema „mentale Stärke“ einsteigen?

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